Jahresbericht 2009Das Jahr 2009 war geprägt von Auseinandersetzungen mit der Eurovapor im Zusammenhang mit der Umwandlung des Betriebes Basel/Haltingen in eine indirekte Sektion. Unser neu gegründeter Verein NRE wurde von verschiedenen Leuten immer wieder als illegal bezeichnet. Das Jahr begann mit der viel beachteten 3-Königsfahrt über die Schwarzwaldbahn. Unser Zug mit zeitweise 14 Wagen und 3 Dampflokomotiven war in vielen Zeitungen, im Internet und sogar im Fernsehen erwähnt. Leider konnte die 23 058 nicht wie gewohnt eingesetzt werden, da der damalige Vorstand des Club 41 es unterlassen hatte, die Indusi gemäss Vorschrift zu warten. Somit haben wir uns entschlossen, die 41 018 aus Augsburg her zu holen. Dies führte zu Mehrkosten von 23'000 €. Weder der Club 41 noch die Eurovapor waren bereit, für diesen Schaden auf zu kommen. Wie in der Eurovapor-GV 2008 in Wattwil beschlossen, mussten wir, bevor uns der Übergang in eine indirekte Sektion genehmigt wird, noch einige Dokumente vorgelegt werden. Dies war an der Vorstandsitzung vom 28. Februar 2009 der Fall. Mit 4 ja gegen 2 nein hat der Eurovapor-Vorstand der Umwandlung in den Verein Nostalgie-Rhein-Express zugestimmt. Leider haben damit die Probleme mit der Eurovapor aber erst begonnen. Im September des Vorjahres hatten wir unseren Gesellschaftswagen für die Hauptuntersuchung nach Rastatt überführt. Da die NRE-Wagen gemäss GV-Beschluss im Eigentum der Eurovapor bleiben sollten, wurde die HU in der Folge vom Vorstand der Eurovapor vorher genehmigt. Bei der Untersuchung des Wagens wurde festgestellt, dass alle Radreifen das Mindestmass unterschreiten. In der Folge mussten wir bei der Deutschen Bahn neue Radsätze herstellen lassen. Da die Eurovapor nicht in der Lage war, die Kosten für die Reparaturen am WG zu bezahlen, hatten wir erreicht, dass wir diesen Wagen für 1 Fr erwerben konnten. Es kamen noch einige Mehrkosten hinzu, da wir uns auch für eine Neulackierung ent-schlossen hatten. Seit Ende Jahr steht der WG wieder für unseren Zug zur Verfügung. Über den 1. Mai führten wir mit dem NRE eine 5-Tagesfahrt nach Berlin und Wolsztyn durch. Als Wermutstropfen wurde uns in Berlin eröffnet, dass die Frist für eine Hauptuntersuchung der Wagen wohl 12 Jahre betrifft, dass aber alle 4 Jahre sine sogenannte Revision 1 durchgeführt werden muss. Mit Ausnahme des Speisewagens durften in der Folge die NRE-Wagen nicht nach Polen fahren. An der Eurovapor-GV Ende August 2009 wurde auf unseren Antrag beschlossen, dass das gesamte Rollmaterial der ehemaligen Sektion BBH in unser Eigentum übergehen sollen. Obschon bisher jede indirekte Sektion das Rollmaterial kostenlos bekommen hat, haben wir beschlossen, die Wagen zu kaufen, um weiteren Ärger mit der Eurovapor zu vermeiden. Der Kaufpreis betrug nach Abzug der Rückstellungen Fr 10'065.-. Anfang September haben wir dann alle NRE-Wagen nach Rastatt überführt, wo die fällige Revision 1 durchgeführt wurde. Der Ärger mit der Eurovapor nahm dann aber trotzdem kein Ende. An der GV 2009 wurde ein neues Vorstandmitglied gewählt mit der Hoffnung, dass dieses später das Präsidentenamt übernehmen würde. Dieses Vorstandsmitglied hat dann das im Zusammenhang mit der Umwandlung in unseren Verein Geschehene wieder in Frage gestellt. Ausserdem hatte ein ehemaliger Eurovapor-Kassierer in mehreren Briefen an der Vorstand insistiert, dass unser Vorgehen illegal sei und den Statuten widerspreche. Dazu kam noch, dass es in der Buchhaltung von 2008 in Bezug auf unsere Sektion mehrere Fehler hat, die Kassiererin der Euro-vapor sich aber bis heute weigert, diese richtig zu stellen. Die Folge davon ist, dass der Verein NRE bis heute nicht in der Lage sind, mangels Eröffnungsbilanz, unsere Jahresrechnung 2009 definitiv zu erstellen. Selbstverständlich haben wir auch im Jahr 2009 einige schöne Fahrten durchführen können. Die 3-Königsfahrt über die Schwarzwaldbahn habe ich schon erwähnt. Da die 41 018 schon einmal da war, wollten wir sie auch für die Winterfahrt ins Appenzellerland einsetzen. Somit fuhren wir am 14. Februar bei leichtem Schneetreiben in Haltingen weg. Es folgte eine echte Winterfahrt durch die schneebedeckte Landschaft. Wenn auch auf dem Säntis alles im Nebel lag und die Aussicht versperrte, war die Fahrt für alle ein schönes Erlebnis. Am 28. März führten wir unsere traditionelle Frühlingsfahrt in den Tessin durch. Leider zeigte sich sogenannte Sonnenstube der Schweiz den ganzen Tag bei strömendem Regen. Als nächstes folgte vom 1. bis 5. Mai die vorher schon erwähnte 5-Tagesfahrt nach Berlin und Wolsztyn. Am 24. Mai ging’s zur Dampferparade auf den Genfersee. Am 5. Juli war die Jurafahrt nach La Chaux-de-Fonds und Le Locle auf dem Programm. Am 12. September fuhren wir mit der 01 202 und Ae 4/4 der BLS nach Landquart/Chur mit anschliessender Rundfahrt auf der Rhätischen Bahn mit Dampf und Pullmanzug. Zum Abschluss fuhren wir am 17. Oktober nach Interlaken mit Ausflügen auf das Jungfraujoch und die Schynige Platte. Leider musste die Weihnachtsfahrt in diesem Jahr wegen mangelnder Beteiligung ausfallen Auch die 3-Königsfahrt 2010 konnte nicht durchgeführt werden. Dies angeblich, weil die VHE im Emmental an Lok- und Lokführermangel litt. Zum Schluss noch ein Wort in eigener Sache. In letzter Zeit musste ich immer wieder feststellen, dass die Anzahl wirklich aktiver Mitglieder ständig abnimmt. War früher wenigstens Manfred auf dem Gelände, ist heute oft niemand anwesend. An den letzten Samstagen waren es zwischen 3 und 4 Leute. Das ist sehr bedauerlich. Es gibt sehr viel zu tun und wird in Zukunft noch mehr werden. Ich bitte daher alle Aktiven sehr, doch zu versuchen, 2-3 Mal monatlich in Haltingen mit zu arbeiten. Vielleicht findet sich auch unter den heute Passiven der Eine oder Andere, der Zeit findet, hie und da mit zu helfen. Ich danke euch. Rätus Schaniel |